Freiwilligenarbeit in Umweltschutzprojekten

Neben den starken klimatischen Veränderungen der letzten Jahre, die in Tansania unter anderem zeitlich verschobene und kürzere Regenzeiten zur Folge haben, ist auch das starke Bevölkerungswachstum ein Faktor, das sich auf die Umwelt auswirkt.
Der steigende Energiebedarf hat zur Folge, dass für Brennholzgewinnung die Abholzung und damit auch die Bodenerosion und -deflation zunimmt.

Karatu Development Association (KDA)

Die lokale NGO Karatu Development Association (KDA) existiert bereits seit 1991 und hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Karatu District insbesondere die ländliche Bevölkerung auszubilden.
Die Ziele von KDA sind, das Einkommen der Bevölkerung und hier insbesondere der Frauen langfristig zu steigern und zu sichern, sowie das Bewusstsein für Umweltschutz und die Nutzung der vorhandenen Ressourcen zu vergrößern.


KDA entwickelt und betreut zahlreiche Projekte. So werden beispielsweise Frauengruppen im Bauen von Feuerholz sparenden Öfen ausgebildet, die sie gegen Entlohnung auf Wunsch in den einzelnen Häusern ihrer dörflichen Gemeinschaft installieren. Neben dem eigentlichen Bauen der Öfen werden die Frauen auch in der ‚buchhalterischen’ Arbeit, wie z.B. Kalkulation des Materials, Abrechnung und Dokumentation der fertiggestellten Öfen geschult. Dieses Projekt hat eine eigens eingerichtete zentrale Workstation als Basis, in der die besonderen Steine für die Öfen hergestellt werden. Eine regelmäßige Betreuung durch einen Mitarbeiter von KDA fördert den dauerhaften Erfolg der dörflichen Projekte.


Eine weiteres Projekt ist die Schulung von Landwirten in den Dörfern. Mit einfach konstruierten Biogasanlagen, regelmäßig befüllt durch den Dung von Kühen, entsteht soviel Biogas, dass Kochen und Beleuchten der Häuser ohne Holz oder Kerosin möglich ist. So kommt es sowohl zur Einsparung von Brennmaterialien wie auch von Zeit, die für das Sammeln von Feuerholz benötigt wurde.
Nachdem das Biogas entwichen ist, führt die verbleibende Biomasse außerdem als Dünger zu gewinnbringenden Ertragssteigerungen auf den Shambas.

 
Ein weiteres nachhaltiges und erfolgreiches Projekt ist die Vergabe von Mikrokrediten, die in erster Linie an Frauen zur Existenzgründung und –sicherung, z.B. für den Kauf einer Kuh oder von Bewässerungseinrichtungen, vergeben werden. Die Frauen erhalten in dörflichen Gruppen umfangreiche Schulung für ihre Ideen sowie Beratung und Hilfe in der Umsetzung. Sie werden als Gruppen auch weiterhin durch KDA regelmäßig betreut.


Viele Ideen von KDA sind in der Planung oder in der Erprobungsphase und benötigen teilweise noch Finanzmittel für die Durchführung. Ein solches erfolgversprechendes Vorhaben ist zum Beispiel das Anpflanzen von Jatropha Bäumen, deren Früchte für die Produktion von hochwertigem Kraftstoff für Motoren genutzt werden können. Aufgrund der geringen Standort-Ansprüche kann der Jatropha-Baum auch auf Flächen mit Grenzertragsböden gepflanzt werden, die für den Nahrungsmittelanbau nicht geeignet sind.


KDA freut sich sehr auf Mitarbeit und Engagement von weiteren Voluntären.   
Bei Interesse an einem Voluntärseinsatz bei KDA wird das Portfolio der NGO zugeschickt.


Mögliche Aufgaben der Volontäre
  • Mithilfe beim Erproben, Dokumentieren und Bewerten von neuen Ideen, die in der Testphase sind.
  • Erstellen von werbewirksamem Informationsmaterial, welches für fundraising benötigt wird.
  • Entwickeln und Produzieren von neuem Schulungsmaterial für die Ausbildung der ländlichen Bevölkerung.
  • Begleitung und Unterstützung der KDA-Mitarbeiter bei den Ausbildungsworkshops der Bevölkerung sowie deren Betreuungsterminen.
  • KDA sucht konkret einen Freiwilligen, der die Computer-Struktur innerhalb der Organisation warten kann, neue Software installiert, evtl. auch ein Netzwerk aufbauen kann. 

Voraussetzung des Volontärs
  • gute EDV-Kenntnisse
  • großes Interesse an nachhaltigen Umweltschutz-, Energie- und Entwicklungsprojekten
  • Neugier auf die Vorbereitung und Umsetzung neuer Ideen


Aufenthaltsdauer: mindestens 6 Wochen (inklusive 2 Wochen Sprachkurs und landeskundliche Einführung)
Unterbringung: extern in einem Gästehaus nahe des Projektorts
Projektort: Karatu Stadt