Karatu District

Lage

Tanzania besteht aus 26 Regionen, die wiederum in einzelne Districte eingeteilt sind. Teil der Region Arusha, die sich im Norden Tanzanias befindet, ist der Karatu District, der ca. 170 km westlich von der Stadt Arusha in unmittelbarer Nähe zum Ngorongoro Krater liegt.

Bevölkerung

Die Kleinstadt Karatu ist Verwaltungszentrum für diesen flächenmäßig sehr großen District. Die Einwohnerzahl des Districts beträgt ca. 180.000 (Zahl von 2002). Der Stamm der Iraqw überwiegt in der Bevölkerung, die sowohl aus Christen wie auch aus Moslems besteht.

Landschaft, Landwirtschaft

Der District zeichnet sich durch wunderschöne sowohl bergige wie auch savannenartige Landschaft aus. Die Stadt Karatu selbst befindet sich in ca. 1.500 m Höhe ü.NN.
    
Die guten Anbaubedingungen am Südrand des Ngorongoro-Krater-Massivs bieten auf den überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen ideale Voraussetzungen für den Anbau von Kaffee, Bananen und Gemüse.  

Probleme und entwicklunghelfende Maßnahmen

Durch die Nähe zu vier Nationalparks (Serengeti, Ngorongoro-Krater, Lake Manyara und Tanrangire Nationalpark) wächst in der Stadt Karatu die Tourismusbranche und damit auch die Wirtschaftskraft in sehr starkem Maße.
Dieses hat unter anderem zur Folge, dass der Zuzug nach Karatu von Einwohnern aus anderen Regionen des Landes sehr hoch ist.
Neben der ohnehin hohen Bevölkerungswachstumsrate hat dieses nicht unerhebliche Auswirkungen für die Stadt Karatu sowohl in deren Sozialgefüge wie auch in den Umweltproblematiken, wie Bodenerosion und –deflation, die durch starke Abholzung entstehen.

Der Bedarf an medizinischen Versorgungseinrichtungen, Kindergärten, Schulen, beruflichen Ausbildungseinrichtungen, sozialen Einrichtungen für Waisenkinder und auch Straßenkinder, deren Zahl ebenfalls wächst, ist sehr hoch.
Weiterer Schwerpunkt in der Entwicklung des Districts ist Aufklärungsarbeit in der AIDS-Prävention.

In den ländlichen Regionen des Districts gibt es unterschiedliche umfangreiche Aktivitäten, die zum Ziel haben, einen nachhaltigen Umweltschutz zu etablieren, die Wasserversorgung und auch die hygienischen Verhältnisse zu verbessern sowie dauerhaft einkommensverbessernde Maßnahmen für die Bevölkerung und hier speziell für Frauen einzuführen.